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Montag, 02. November 1998, 18.00 und 21.00 Uhr:

Der MFZ-Montag – diesmal mit Unterstützung von Pro Helvetia:

Neuere Schweizer Kurzfilme

Organisation und Auswahl: Philippe Deriaz (MFZ)

Die Schweizer Filme haben es schwer, selbst im eigenen Land, wo die Sprachunterschiede zähe Grenzen bilden. Auch sind die Formen nicht immer für die gewerbliche Auswertung günstig. Und doch gibt es Schätze zu entdecken, Quellen filmischen Vergnügens zu öffnen.
Neben einigen langen Dokumentarfilmen besteht das Beste der Schweizer Filmproduktion aus Kurzfilmen. Und die sind noch mannigfaltiger als das Land selbst. In der vorliegenden Auswahl hört man deutsch, französisch, schweizerdeutsch, englisch, jiddisch, tschechisch – eine andere Auswahl könnte noch italienisch, türkisch, kroatisch, lettisch bringen. Schweizer studieren Film im Ausland, junge Ausländer drehen in der Schweiz. Der Iraker Samir kam mit sechs Jahren in die Schweiz, der Schweizer Lewis Häusler besuchte die Filmhochschule in Prag – dies nur als Beispiele.

Die beiden Programme reichen vom schwarzweissen expressionistisch gesteigerten Alptraum einer Schwangeren (Frau im Schatten, von Menga Huonder-Jenny) bis zum Tanzpoem (Contrecoup, von Pascal Magnin), von Beispielen einer Kurzgeschichtenreihe fürs Fernsehen (Blind Date, von verschiedenen Regisseuren) bis zur freche engagierten Auseinandersetzung mit Vorurteilen (Pastry, Pain Politics, von Stina Werenfels) – ein kurzweiliger Kurzfilmabend, ein Wechselbad der Gefühle ...

Alle Filme sind, wo notwendig, untertitelt. Man sieht Schauspieler wie Ettore Cella, Ulrich Noethen, Katharina von Bock und Friederike Wagner.

Zum Gespräch mit den Zuschauern reist die Filmemacherin Stina Werenfels an. Die Einladung wurde durch großzügige Unterstützung von UBS München möglich.

Programmzettel mit genauen Angaben zu den Filmen werden an der Kinokasse ausgegeben.