Münchner Filmzentrum
  • Reicht Eure Kurzfilme ein !

    ZUSCHAUERKINO am 5. Dezember 2019

    Am Donnerstag, den 5. Dezember um 19 Uhr findet im Filmmuseum der 2. Kurzfilm-Abend des MFZ in diesem Jahr statt.

    Beim Kurzfilmabend des Münchner Filmzentrums e.V. (MFZ) können Amateure, Enthusiasten und Profis zweimal  im Jahr ihre Filme auf der Leinwand des Filmmuseums einem interessierten Publikum präsentieren und sich mit anderen Filmemachern vernetzen. Vor jedem Film erzählen Beteiligte von Hintergründen, Entstehungsgeschichte oder Besonderheiten ihres Werks. Im Anschluss an die Vorführung bietet das MFZ  eine Begegnungsmöglichkeit, damit alle Anwesenden miteinander ins Gespräch kommen und sich austauschen  können (für Erfrischungen ist gesorgt).

    Einreichen können alle, die einen Kurzfilm gedreht  haben – unabhängig von Inhalt oder Format des Films, ob Spielfilm oder Dokumentation, Real-, Kunst- oder Animationsfilm. Das MFZ wählt unter den eingereichten Filmen aus und stellt ein etwa anderthalbstündiges Programm zusammen.

    >>> Deadline für die Einreichung der Filme:

    Donnerstag, der 21. November 2019

     

    Mögliche Formate:

    35mm, 16mm, DigiBeta, BetaSP, DVD-Video, Blu-ray und DCP.

    Dateien wie mov, mp4 etc. müssen auf USB-Stick oder Festplatte eingereicht werden.

    Zugelassen sind nur eigene Filme mit einer Länge von maximal 12 Minuten.

    Alle Einreichenden, deren Filme im Programm gezeigt werden, können an der Kasse bis zu fünf Freikarten für den Zuschauerkino-Filmabend erhalten. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Verpflichtungen des Filmmuseums.

    Es wird vorausgesetzt, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Rechte an ihren Filmen verfügen und diese am Abend vor der Projektion kurz vorstellen.

    Einreichungen sind möglich per Mail (mit Download-Link) an: zuschauerkino@yahooo.de

    oder per Post an: Filmmuseum München, Zuschauerkino, St.-Jakobs-Platz 1, 80331 München

     

    Wir freuen uns auf Eure Filme!

     

  • Veranstaltungen

    Hommage an Enno Patalas

    Vom 9. bis 28. Juli widmete das Filmmuseum

    seinem langjährigen Leiter eine eigene Filmreihe

    Im Juli stand das Programm des Filmmuseums ganz im Zeichen von Enno Patalas, der von 1973 – 1994 Leiter des Münchner Filmmuseums war. In dieser Zeit hat der Filmhistoriker und -kritiker leidenschaftlich ambitionierte – oft genug auch: wagemutige und kontrovers diskutierte – Kino-Programme gemacht, Stummfilme restauriert und eine Sammlung aufgebaut, die der Münchner Institution nicht nur bundesweit, sondern auch international hohes Renommee verschafft hat.

    Die Filmreihe in memoriam Enno Patalas (1929 – 2018) bot einen guten Einblick in das breit gefächerte Wirken und Schaffen des umtriebigen Cinéasten, der den größten Teil seines Lebens dem Film gewidmet hat – übrigens gemeinsam mit seiner Frau Frieda Grafe (1934 – 2002), die wohl Deutschlands hervorragendste Filmkritikerin war und von vielen ihrer Kolleg*innen als ihr unerreichtes Vorbild bezeichnet wird.

    Auch Grafe war in dieser Filmreihe vielfach präsent – z.B. mit den Filmessays, die Patalas und sie gemeinsam fürs Fernsehen entwickelt und produziert haben. Aber auch in ihren Filmkritiken (siehe Programmheft sowie weiter unten im Text).

    Über 3 Wochen hinweg konnten wir im Filmmuseum eine ungewöhnlich vielfältige Mischung unterschiedlichster Filme aus unterschiedlichen Zeiten (1922 – 2007!) und Genres sehen: Neben Filmen, über die Patalas geschrieben hat, waren dies vor allem Filme, die er für die Sammlung des Filmmuseums angeschafft hat (z.B. Filme der Nouvelle Vague und des jungen deutschen Films) sowie Stummfilme, die er hier am Haus mit minutiöser Akribie und Ausdauer rekonstruiert bzw. restauriert hat.

    Außerdem wurden erstmals alle seine Fernsehsendungen im Kino gezeigt, die er zumeist gemeinsam mit Frieda Grafe realisiert hat – eine einmalige Gelegenheit, seinen Zugang zu Filmen sowie den Ansatz seiner „Vermittlungsarbeit“ anschaulich kennen zu lernen. Darüber hinaus konnte man Enno Patalas auch noch in einigen Spiel- und Dokumentarfilmen als Darsteller erleben – z.B. als Pastor in Werner Herzogs Kaspar-Hauser-Film „Jeder für sich und Gott gegen alle“.

     

    Hier finden Sie eine kompakte Übersicht der 

    Patalas-Filmreihe in PDF-Form.

    Das tagesaktuelle Programm des Filmmuseums finden Sie jeweils hier  (Spielplan).

     

    Mehr über seine Zeit als Leiter des Filmmuseums, seine Arbeitsweise und seine Zukunftsideen für das Haus können Sie in einem Interview erfahren, das der Filmwissenschaftler und ehemalige MFZ-Vorstand Dr. Thomas Brandlmeier 1992 mit Enno Patalas für EPD Film geführt hat. Das Interview wird in einem neuen Fenster als PDF-Dokument geöffnet..

    Enno Patalas und Frieda Grafe hatten eine außergewöhnliche, fast schon symbiotische Lebens- und Arbeitsverbindung. Immer wieder haben sie betont, wie sehr die Ergebnisse ihrer jeweiligen Arbeiten auf den gemeinsamen Filmerlebnissen und Gesprächen beruhen. Dementsprechend möchten wir im Rahmen der Patalas-Filmreihe auch dem wegweisenden Schaffen der Filmkritikerin Frieda Grafe Raum geben, indem wir einige ausgewählte Texte von ihr auf dieser Plattform präsentieren.

    >>>  FILMTIPS von FRIEDA GRAFE zu Filmen

    aus der Patalas-Filmreihe

     

    [ Text: Idún Zillmann ]

     

    [ Foto: Filmmuseum München ]