Münchner Filmzentrum

[ ILDIKÓ ENYEDI ]

23. Sept. bis 4. Okt

  • [ Die Filme von ILDIKÓ ENYEDI ]

    9. bis 13. Sept. und 23. Sept. bis 4. Okt.

    “If you make a film with a bunch of people, it’s like going together to the North Pole. If you come back and if you meet 20 years later, you will look in the eyes of each
    other and [think]: we were there together.”

    Ildikó Enyedi begann ihre künstlerische Karriere als Konzept- und Medienkünstlerin, eher zufällig kam die studierte Betriebswirtin zum Film. Als Mitglied der Künstlergruppe INDIGÓ hatte sie sich
    Mitte der 1970er Jahren mit performativen Experimenten der krea-
    tiven Erkundung von Räumen gewidmet. Im Medium Film fand die
    gebürtige Budapesterin (* 1955) dann schließlich den geeigneten
    Rahmen, um alle Ausdrucksformen, mit denen sie sich
    bis dahin beschäftigt hatte, zusammenzuführen.

    1979 entstand ihr erster Kurzfilm „Hypnosis“, 1986 „Invázío“,
    ihr Abschlussfilm an der Theater- und Filmhochschule Budapest.
    1989 wurde „Mein XX. Jahrhundert“ in Cannes gefeiert und erhielt dort umgehend die „Goldene Kamera“ als bestes Langfilm-Debüt. Mit „Körper und Seele“ gewann Enyedi 2017 den „Goldenen Bären“ der Berlinale und wurde damit auch in Deutschland einem breiteren Publikum bekannt.

    Zuletzt lieferte die Regisseurin und Drehbuchautorin 2021 mit „Die Geschichte meiner Frau“ erneut ein außergewöhnliches Liebesepos ab. Die Geschichte erzählt vom zunehmenden „Geschlechterkampf“
    in den 1920er Jahren – hier mit einem besonderen Dreh in der Erzählperspektive: Enyedi betrachtet „als Frau einen Mann […]
    wie der seine Frau sieht“ – und das „ergibt kein Perspektivenkud-
    delmuddel, sondern gleicht einem filmischen Möbiusband, so ver-
    schlungen sind der männliche und der weibliche Blick. Wie das Paar, das nicht mit- und nicht ohne einander sein kann“
    (so Martina Knoben in der SZ vom 3.11.2021).

    Enyedis Filme zeigen immer wieder auf, wie scheinbare Gegensätze letztlich oft nur zwei Seiten derselben Medaille sein können. Ihre komplexen ProtagonistInnen lassen Fragen aufkommen, die jede Menge Stoff für lange Gespräche liefern.

    Enyedi war vom 9. bis 11. September für mehrere Q+A zu Gast.

    >> Alle Informationen zu dieser Film-Reihe

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    +++++ WERNER HERZOG zum 80. Geburtstag +++++

    Das Filmmuseum startet sein neues Kino-Programm mit einer Filmreihe zu Ehren von Werner Herzog, der am 5. September seinen 80. Geburtstag feierte.

    Das Programm entstand in enger Zusammenarbeit mit der Werner Herzog Stiftung, die im Filmmuseum München angesiedelt ist.

    Vom 3. September bis 12. Oktober werden neben eigenen Filmen auch 13 Werke anderer FilmemacherInnen gezeigt,
    die Herzog eigens für diese Reihe ausgewählt hat.

    Darunter sind die Apu-Trilogie des indischen Regisseurs Satyajit Ray und so unterschiedliche Filme wie z.B.: „Rashomon“ (Akira Kurosawa), “Der Holzschuhbaum” (Ermanno Olmi), Baal (Volker Schlöndorff), „Wo ist das Haus meines Freundes“ (Abbas Kiarostami) oder „Der eiskalte Engel“ (Jean-Pierre Melville).

    >> Alle Informationen zu dieser Film-Reihe

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    >> Zum Programm-Heft # 46 online (pdf)   (3.9. – 23.11.)

    Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches Film-Programm!

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    +++ Auf Wunsch gibt’s jeden Freitag das Wochenprogramm per Mail – hier den kostenlosen Newsletter des FMM abonnieren.

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    [ Photo OLYMPIA: Filmmuseum ]

    [ Photo Werner Herzog by Lena Herzog ]

    [ Text: Idún Zillmann ]